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Die Vanyar
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Die Vanyar
| Die Teleri |
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Es gab drei Elbengeschlechter, die in den Jahren der Sterne im Osten von Mittelerde zur Großen Reise in die Unsterblichen Lande aufbrachen. Die ersten beiden waren die Vanyar und die Noldor. Das zahlreichste Geschlecht war jedoch das der Teleri, deren Reise am längsten dauerte. In den Sumpfländern im Westen von Mittelerdeblieben die Teleri zurück, da sie sich scheuten den Anduin und das Nebelgebirge zu überqueren. Einige Elben trennten sich von den anderen und zogen nach Süden in die Täler des Anduin. Doch die Hauptschar der Teleri setzte die Wanderung nach Westen fort, um am Fluss Gelion ein Lager aufzuschlagen. Dort geschah es, dass Ihr König Elwe Singollo den Wald Nan Elmoth betrat und von der Maia Melian verzaubert wurde. Ein Teil seines Volkes, das sich die Eglath, »Die Verlassenen«, nannte, weigerte sich, ohne ihn weiterzuziehen. Sie blieben ihm treu, bis er schließlich mit seiner Braut Melian zu ihnen zurückkehrte. Doch lange vorher schon hatt der größere Teil der Teleri seinem Bruder Olwe die Königswürde übertragen und sich wieder auf den Marsch zum Westlichen Meer gemacht. Von allen Elben waren sie die besten Sänger und liebten mehr als alle anderen die See. Von einigen wurden sie die Lindar, die »Sänger«, genannt, und von anderen die Falmari, die See-Elben. Als er die Gesänge der Elben hörte, kam Osse, der Herr der Wogen, zu ihnen und lehrte sie die Kunde des Meeres. Doch als Ulmo, der König der Meere, sie aufforderte, die Reise fortzusetzen, blieben abermals einige der Teleri aus Liebe zu den Kästen von Mittelerde zurück. Sie wurden die Falathrim, die »Elben der Falas«, genannt. Die anderen zogen jedoch mit Ulmo nach Westen. Da er sah, wie sehr sie die Wellen liebten entschloss er sich, die Insel, mit denen er sie zu den Unsterblichen Landen schiffte, in der Bucht von Eldamar zu verankern - gerade so weit von der Küste entfernt, dass sie das Licht und das Land ihrer Verwandten sehen, aber nicht erreichen konnten. Je länger sie auf Tol Eressea, der »Einsamen Insel«, blieben, desto mehr veränderte sich ihre Sprache, bis sie nicht mehr der der Vanyar und Noldor glich. Die unsterblichen Landen niederließen. So schickte Ulmo auf ihre Bitte noch einmal Osse zu ihnen, der sie lehrte, Schiffe zu bauen. Und als sie gebaut waren, sandte Ulmo riesige Schwäne aus, welche die Schiffe der Teleri schließlich nach Eldamar zogen. Dankbar, dass sie das Ende ihrer Reise erreicht hatten, errichteten die Teleri unter ihrem König Olwe prächtige Wohnungen aus Perlen und zimmerten Schiffe, die den Schwänen Ulmos ähnelten, mit Augen und Schnäbeln aus schwarzen Edelsteinen und Gold. Sie nannten ihre Stadt Alqualonde, den »Schwanenhafen«. Stets in der Nähe der Küsten bleibend, die sie so liebten, durchsegelten sie die Bucht von Eldamar. Zweimal wurden sie mit Krieg überzogen. Das erste Mal kam Feanor, der König der Noldor, zu ihnen und verlangte ihre Schiffe, um nach Mittelerde zu segeln. Als Olwe ihr Bitte abschlug, töteten die Noldor viele Teleri und nahmen die Schiffe mit Gewalt. Der zweite Krieg war der Krieg des Zorns. Doch die Teleri beteiligten sich nicht aktiv daran, sondern stellten den Vanyar und Noldor nur ihre Schiffe zur Verfügung, um sie aus den Unsterblichen Landen nach Mittelerde zu bringen. Wie das »Akkalabéth« uns berichtet, wurden die Unsterblichen Lande nach dem Untergang von Númenor den Sphären Ardas entrückt. Danach konnten nur noch die Schiffe der Teleri die Kluft zwischen den beiden Welten überbrücken. |
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